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FAKTEN und Gerüchte

- Oft entstehen Gerüchte über die Krankheit Leukämie - 


An dieser Stelle wollen wir einige Gerüchte entkräften, die rund um Leukämie in Umlauf sind.



  • Gerücht: Leukämie ist Krebs

    Fakt: Leukämie gehört streng genommen tatsächlich zur Gruppe der Krebskrankheiten. Es handelt sich dabei aber nicht um einen Tumor im klassischen Sinne, sondern um eine Blutkrankheit, bei der die Stammzellen, die das Immunsystem bilden, angegriffen werden.


  • Gerücht: Leukämie wird durch Chemotherapie bekämpft

    Fakt: Wenn die Krankheit noch nicht allzu stark ausgebrochen ist, kann sie unter Umständen tatsächlich durch Chemotherapie oder Bestrahlung bekämpft werden. Helfen diese Methoden nicht, hilft oft nur eine Übertragung gesunder Stammzellen durch eine Knochenmarkspende oder eine periphere Stammzellentransplantation.


  • Gerücht: Der Spender muss die gleiche Blutgruppe wie der Empfänger haben, andere Einschränkungen gibt es nicht.

    Fakt: Die Blutgruppe des Spenders ist egal. Die Zellinformationen des Spenders müssen fast 100%ig mit dem Empfänger übereinstimmen, man spricht von einem sogenannten "genetischen Zwilling". Festgestellt wird dies bei der sogenannten Typisierung, bei der eine Blutprobe des möglichen Spenders mit den Daten der Leukämie-Kranken in einer weltweiten Datenbank verglichen wird. 
    Spenden kann jeder zwischen 18 und 59 Jahren, der nicht an einer chronischen Erkrankung leidet. Folgende Krankheiten schließen eine Spende aus:
    Allergien (die medikamentös behandelt werden), Asthma, Autoimmunkrankheiten, Bluthochdruck, Bluterkrankungen, Bronchitis, Cortison-Therapie
    Diabetes, Drogenabhängigkeit, Epilepsie, Gefäßerkrankungen, Geschlechtskrankheiten (nicht ausgeheilt), Hepatitis B und C, Herz-/Kreislauferkrankungen, HIV-Infektionen, Krebserkrankungen, Leberfunktionsstörungen, Marcumar-Therapie, Morbus Crohn, Multiple Sklerose, Muskuläre Dystrophie, Nierenerkrankungen, Psoriasis, Psychische Erkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion, Untergewicht (unter 50 kg)


  • Gerücht: Die Typisierungen werden von der Krankenkasse bezahlt.

    Fakt: Leider nicht: Die 100 DM für die Typisierung muss jeder selbst zahlen. Um in diesen Fällen eine Typisierung zu ermöglichen, werden dringend Geldspenden benötigt.

    Gerücht: Die aus der Typisierung gewonnenen Daten werden nur einmal genutzt und danach wieder gelöscht. Will man öfter helfen, muss man sich wieder typisieren lassen.
    Fakt: Bei der Typisierung kann man zustimmen, daß die Daten in eine weltweite Datenbank übernommen werden und mit jedem Leukämiefall verglichen werden. In dieser Datenbank bleiben die Daten, bis der Spender die Löschung beantragt oder nicht mehr als Spender in Frage kommt.

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